Algae4Food - Netzwerk zur Entwicklung von nachhaltigen und innovativen algen-basierten Lebensmitteln

Das Ernährungsbewusstsein hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Es treten vermehrt Produkte auf, die neben den Aspekten der Regionalität und der biologischen Produktion auch vor allem unterschiedliche Aspekte der Gesundheit berücksichtigen und u.a. zuckerfrei, fettreduziert und/oder eiweißreich sowie mit wertvollen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen in Form von Nahrungsergänzungsmittel (NEM) angereichert sind. Algen, insbesondere Mikroalgen spielen dabei speziell im europäischen Markt noch eine untergeordnete Rolle, zeigen aber ein großes Wachstumspotential.

Die Problematik bei Algen liegt zum einem in der überregionalen Produktion (vorwiegend SO- Asien), die aber sehr oft nicht den nationalen und europäischen Qualitätskriterien entsprechen. Darüber hinaus werden Algen bzw. Algenprodukten typische sensorische Eigenschaften (Geruch und Geschmack) zugewiesen, die bei höheren Konzentrationen die Akzeptanz bei den Konsument_innen negativ beeinflussen. Diese negative sensorische Qualität wird vorwiegend durch die Trocknung hervorgerufen, die für die Haltbarkeit und Transportfähigkeit notwendig ist.

Ein Ziel im Projekt ist die Bereitstellung von Algenrohstoff in Österreich, welcher regional und nachhaltig produziert wird und die höchsten Qualitätsstandards aufweist, wobei ein Fokus auf alternativen Konservierungsmethoden zur Sprühtrocknung liegt.

Auf Basis dieser Ergebnisse werden drei marktfähige Produktprototypen in den Segmenten Backwaren, Fruchtsäfte und Schokolade mit einem hohen Anteil an Algenbiomasse hergestellt, um die für die KonsumentInnen maßgeblichen Aspekte (Gehalte an Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien) entsprechend zu berücksichtigen.

Im Projekt wird die gesamte Wertschöpfungskette von der Bereitstellung des Algenrohstoffs über die Verarbeitung, die Produkterzeugung, Verpackung sowie der Vermarktung und Vertrieb abgebildet. Durch die Integration einer Biogasanlage soll eine autarke (kein eigener Strom-/Wärme-/Abwasserkreis notwendig) und dadurch eine wirtschaftliche und kosteneffiziente Produktion mit den in Österreich vorherrschenden klimatischen Bedingungen ermöglicht werden.

 


Projektvolumen

EUR 821.181,--

Projektstart

2020-09-01 (laufend)

Finanzierung

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW)  im Rahmen der zwölften Ausschreibungsrunde der Netzwerke-Programmlinie in COIN (Cooperation & Innovation) gefördert.  Die Abwicklung erfolgt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Ansprechperson