Evaluierung von Einflussfaktoren und Reduktionsmöglichkeiten auf das Ausgasungsverhalten von Pellets während der Lagerung

Bei der Lagerung und während des Transports von Holzpellets werden mitunter stark erhöhte Konzentrationen an Kohlenmonoxid (CO), Kohlendioxid (CO2), flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) und Methan (CH4) freigesetzt. Parallel dazu wird eine Verarmung des Luftsauerstoffes in den Pelletslagerräumen beobachtet. Erhöhte Konzentrationen dieser freigesetzten Gase in der Umgebungsluft sind für Menschen gesundheitsschädlich und können im schlimmsten Fall auch tödlich sein.

Entlang der gesamten Pelletbereitstellungskette wurde eine Vielzahl an möglichen Einflussgrößen auf das Ausgasungsverhalten von Pellets während der Lagerung identifiziert und analysiert.

Im Zuge des beantragten Projektes werden die unterschiedlichen nationalen und international Methoden die zur Beurteilung des Ausgasungsverhalten von Holzpellets verwendet werden gesammelt, analysiert und beurteilt. Auf Basis dieser Gegenüberstellung wird eine möglichst aussagekräftige und einfach anwendbare Methode abgeleitet. Diese Methode wird anschließend umgesetzt und dient dazu die am europäischen Markt unterschiedlichen Holz- und Nichtholzpellets umfassend zu charakterisieren. In weiterer Folge wird der Einsatz von Zusatzstoffen in der Pelletsproduktion zur gezielten Reduktion der Bildung von Emissionen bei der Lagerung qualitativ und quantitativ untersucht. Zusätzlich werden verschiedene Produktionseinstellungen (wie beispielsweise die Rohstoffkonditionierung, die Pelletierung selbst oder eine etwaige Nachbehandlung) variiert und hinsichtlich des quantitativen Einflusses auf das Ausgasungsverhalten analysiert.

Das beantragte Projekt ermöglicht die bereits gewonnen aber auch neu generierten Erkenntnisse wissenschaftlich und systematisch aufzuarbeiten und anhand von wissenschaftlichen Publikationen zu veröffentlichen. Die geplanten Veröffentlichungen zielen darauf ab den wissenschaftlichen Output des Projektträgers BE2020+ zu erhöhen und gleichzeitig den Technopolstandort Wieselburg zu stärken.


Projektvolumen

EUR 122.160,--

Projektlaufzeit

2016-02-01 - 2019-07-31

Finanzierung

Land Niederösterreich