Produktgascharakterisierung

Das Produktgas aus Biomassevergasungsanlagen wird üblicherweise in Gasmotoren in Strom und Wärme umgewandelt. Aktuelle Forschungstätigkeiten zur Gasanwendung betreffen den Einsatz in SOFCs sowie die Erzeugung von H2

Um festzustellen, welche Art der Gasaufbereitung sich zwischen Gasproduktion und Gasanwendung empfiehlt, ist eine Produktgascharakterisierung notwendig. Diese beinhaltet die Untersuchung der Gasinhaltsstoffe. BEST und seine wissenschaftlichen Partner arbeiten seit Jahren an der Weiterentwicklung und Verfeinerung bestehender Methoden sowie an der Entwicklung neuer Verfahren zur Evaluierung der steigenden Qualitätsanforderungen an das Produktgas.

Dazu hat BEST hat eine breite Möglichkeit von Untersuchungsmöglichkeiten. Unterschieden werden dabei in jene, die online und jene die offline durchgeführt werden.

Folgende Online-Geräte haben wir in unserem Repertoire:

  • Mehrkomponenten-Online-Gas-Analysegerät (NDIR + TCD + elektrochemische Messzelle)
  • Fourier-Transformations-Infrarotspektrometer (FTIR)
  • Micro-Gaschromatographie (semi-online)

     

Damit lassen sich die Inhaltsstoffe des Produktgases weitestgehend bestimmen. Offline Methoden sind speziell im Bereich der Teermessung nicht aus der Produktgascharakterisierung wegzudenken. Das Produktgas wird dabei durch sogenannte Absorptionsflüssigkeiten durchgeleitet, welche spezielle Komponenten des Gases absorbieren. Im Labor kommt es dann mittels GC-MS und UV-VIS zur genaueren Aufschlüsselung der Inhaltsstoffe. Klassische Komponenten, die mithilfe von Offline-Analysen bestimmt werden können sind:

  • Gravimetrische Bestimmung von Teeren und Partikel
  • PAH16
  • Schwefelwasserstoff
  • Ammoniak
  • Salzsäure
  • Blausäure

Auch eine Probennahme mit „Gasbags“ und anschließender Analyse mittels Gaschromatographen ist eine mögliche Methode zur Produktgascharakterisierung.